Berufliche Entscheidungen treffen: 10 Alternativen zur Pro-und-Contra-Liste, die Dir 2026 wirklich weiterhelfen
- tamaraschopka
- 24. Nov. 2025
- 3 Min. Lesezeit
"Angebot A oder Angebot B? Kündigen oder bleiben? Gründerin werden oder doch lieber die Sicherheit behalten?"
Solche Fragen lassen sich nicht mit einer schnöden Pro-und-Contra-Liste lösen – und das weißt Du vermutlich längst.
Berufliche Entscheidungen sind selten nur logisch. Sie betreffen Deine Identität, Deine Werte, Deine Zukunft. Und deshalb brauchst Du Tools, die mehr können als nur Pluspunkte zu zählen.

Typische berufliche Entscheidungen
Bevor wir uns die Tools anschauen, hier ein paar klassische Situationen, in denen Menschen sich oft blockiert fühlen:
Zwei Jobangebote, aber Du kannst Dich nicht entscheiden.
Bleiben oder kündigen? Du magst Dein Team, aber der Job erfüllt Dich nicht mehr.
Festanstellung vs. Selbständigkeit – der Klassiker: Sicherheit gegen Freiheit.
Teilzeit vs. Karriere – musst Du wirklich wählen?
Umzug für den Job oder bleiben, wo Dein soziales Umfeld ist?
Interner Wechsel oder externer Neuanfang?
Zusatzausbildung ja oder nein?
Side-Business starten oder Fokus behalten?
Viele dieser Fragen wirken wie Schwarz-Weiß-Entscheidungen – aber es gibt fast immer Grauzonen, Kombi-Lösungen und neue Perspektiven.
Wenn Du aktuell in einer solchen Entscheidungssituation steckst, komm gerne zu einem kostenlosen Kennenlerngespräch für mein Jobcoaching. Gemeinsam finden wir heraus, was wirklich zu Dir passt. Vereinbare hier Deinen Termin!
Warum die Pro-und-Contra-Liste oft nicht reicht
Die klassische Liste ist linear, rational – und blendet viele wichtige Faktoren aus:
Emotionen
innere Überzeugungen
unbewusste Bedürfnisse
systemische Zusammenhänge (z. B. Familie, Umfeld)
Was Du stattdessen brauchst: Methoden, die Komplexität zulassen und Dich intuitiv UND analytisch entscheiden lassen.
10 Entscheidungstools, die mehr bringen als eine Pro-Contra-Liste
1. Das Tetralemma
Statt "Entweder – oder" eröffnet Dir das Tetralemma vier Denkräume:
Möglichkeit A
Möglichkeit B
Beides
Keines von beidem
Hilft Dir, kreative Lösungsansätze zu finden – besonders bei festgefahrenen Fragen.
2. Das innere Team
Stell Dir vor, verschiedene innere Stimmen sitzen mit Dir an einem Tisch: die Mutige, die Vorsichtige, die Macherin, die Idealistin. Was sagt jede einzelne zu Deiner Entscheidung?
Dieses Tool hilft Dir, Ambivalenz zuzulassen und inneren Stimmen Raum zu geben – statt sie zu ignorieren.
3. Timeline-Check
Projiziere jede Option in Deine Zukunft: Wie fühlst Du Dich mit Option A in 6 Monaten? In 2 Jahren? Was ist mit Option B?
Dadurch aktivierst Du emotionale Voraussicht – und triffst weniger kopflastige Entscheidungen.
4. Mini-Experimente
Mein persönlicher Liebling: Warum entscheiden, wenn Du ausprobieren kannst? Teste z. B. die Selbständigkeit im Side-Business oder reduziere probeweise Stunden.
Entscheidungen durch Erleben statt Durchdenken – besonders hilfreich, wenn Du zur Grübel-Fraktion gehörst.
5. Werte-Check
Welche Deiner Werte werden durch die Entscheidung erfüllt – und welche verletzt?Beispiel: Freiheit, Sicherheit, Sinn, Kreativität, Zugehörigkeit?
So stellst Du sicher, dass Deine Entscheidung wirklich zu Deinem inneren Kompass passt.
6. Worst-Case-Frage
Was wäre das Schlimmste, das passieren könnte – realistisch betrachtet? Und wie würdest Du dann damit umgehen?
Diese Methode hilft Dir, Ängste zu relativieren und Deinen Blick auf das Machbare zu lenken.
7. Mentor-Check
Denke an eine Person, deren Urteil Du vertraust. Was würde sie Dir raten?
Abstand schafft Klarheit. Du wirst überrascht sein, wie viel weiser Du in der Außenperspektive denkst.
8. Entscheidungstagebuch
Führe über mehrere Tage ein kurzes Journal. Schreibe jeden Tag in wenigen Sätzen, wie sich die Optionen für Dich anfühlen – ganz ohne sie bewerten zu müssen.
So entwickelst Du ein klares Bild über Deinen emotionalen Verlauf und erkennst Muster, die Dir helfen, zu einer Entscheidung zu kommen.
9. Gedankenspiel: Stell Dir vor, es ist entschieden
Spiele gedanklich durch, wie es wäre, wenn Du Dich schon entschieden hättest. Lass beide Szenarien (z. B. kündigen vs. bleiben) innerlich eine Woche „real“ sein – rein hypothetisch.
Diese Methode erzeugt Erfahrungswissen durch Vorstellungskraft – und klärt oft, wo Du Dich wirklich hingezogen fühlst.
10. Die 10-10-10-Methode
Eine tolle Methode, die ich im Alltag oft anwende: Wie wirst Du in 10 Minuten, 10 Monaten und 10 Jahren auf Deine Entscheidung blicken?
Die zeitliche Perspektive relativiert vieles und hilft, kurzfristige Angst von langfristigem Wunsch zu trennen.
Welche Methode ist die richtige für Deine berufliche Entscheidung?
Es gibt keine perfekte Entscheidungsmethode – aber eine passende für Deine Situation. Oft ist es auch der Mix aus mehreren Tools, der Dir neue Erkenntnisse bringt.
Wenn Du das Gefühl hast, im Entscheidungsdschungel den Überblick zu verlieren, melde Dich bei mir. In einem kostenlosen Kennenlernen schauen wir gemeinsam auf Deine Situation – und finden einen Weg raus aus der Grübelfalle. Vereinbare hier Deinen Termin!

Wer schreibt hier?
Rund 57.342 Stunden unseres Lebens verbringen wir im Job. Er sollte also besser wirklich zu uns passen.
Ich bin Tamara. Dein Jobcoach.
Mit meiner langjährigen Erfahrung im HR und als Coach unterstütze ich Dir auf Deinem Weg zum Traumjob. Egal ob es eine bessere Version Deines bestehenden Jobs ist, etwas ganz Neues, oder ein Jobmix, mit dem Du alle Deine Stärken ausleben kannst.
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