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Prioritäten bei der Jobsuche: Warum Du nicht alles gleichzeitig haben kannst – und warum das gut ist

  • 17. Juni
  • 4 Min. Lesezeit


Sinn.

Team.

Gehalt.

Sicherheit.

Homeoffice.

Neues Lernen.

Ein Beitrag zur Welt.

Spannende Aufgaben..


Klingt verlockend, oder?


Wenn ich mit Klienten und Klientinnen über ihre berufliche Neuorientierung spreche, kommt oft genau diese Wunschliste auf den Tisch. Und das ist völlig verständlich.


Schließlich verbringen wir einen großen Teil unseres Lebens bei der Arbeit. Da möchten wir natürlich möglichst viele Wünsche erfüllt sehen.


Das Problem ist nur: Je länger die Liste wird, desto schwieriger wird die Entscheidung.


Der größte Fehler: fehlende Prioritäten bei der Jobsuche


Viele Menschen glauben, sie müssten nur lange genug suchen, um den perfekten Job zu finden.


Einen Job, der sinnvoll ist, hervorragend bezahlt wird, maximale Sicherheit bietet, vollständige Flexibilität ermöglicht, spannende Entwicklungschancen eröffnet und sich gleichzeitig perfekt mit dem Privatleben vereinbaren lässt.


Natürlich gibt es großartige Jobs. Aber die Vorstellung, dass jede einzelne Anforderung gleichzeitig erfüllt werden muss, führt oft zu einem Problem:


Du entscheidest Dich gar nicht mehr.


Oder Du verwirfst gute Möglichkeiten, weil sie nicht zu 100 Prozent Deiner

Wunschliste entsprechen.


Warum Klarheit wichtiger ist als Perfektion


Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht:


"Was wünsche ich mir alles?"


Sondern:


"Was ist für mich wirklich nicht verhandelbar?"


Denn zwischen einem Wunsch und einer Priorität besteht ein großer Unterschied.


Vielleicht ist Homeoffice für Dich unverzichtbar, weil Du Familie und Beruf vereinbaren möchtest.


Vielleicht ist Dir finanzielle Sicherheit wichtiger als maximale Selbstverwirklichung.


Oder Du bist bereit, auf ein höheres Gehalt zu verzichten, wenn Du dafür endlich das Gefühl hast, mit Deiner Arbeit etwas Sinnvolles zu bewirken.


Es gibt keine richtigen oder falschen Antworten.


Aber es gibt Antworten, die zu Dir passen.


Der Schlüssel dazu: Klare Prioritäten bei der Jobsuche.


Wenn jede Option irgendwie passt


Viele meiner Klientinnen kommen mit dem Gefühl ins Coaching, festzustecken.


Sie haben mehrere interessante Möglichkeiten.


Keine davon fühlt sich komplett falsch an.


Aber keine fühlt sich auch eindeutig richtig an.


Das liegt häufig nicht daran, dass die Optionen schlecht sind.


Sondern daran, dass die eigenen Prioritäten noch nicht klar genug sind.


Wenn Du nicht weißt, woran Du eine Entscheidung messen möchtest, wirken alle Möglichkeiten gleichzeitig attraktiv und unattraktiv.


Dann wird jede Entscheidung anstrengend.


Warum wir unsere Prioritäten bei der Jobsuche oft nicht kennen


Falls Du gerade denkst:


"Das klingt logisch, aber ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, was mir wirklich wichtig ist."


Dann bist Du in bester Gesellschaft.


Die meisten Menschen beschäftigen sich erst mit ihren Prioritäten, wenn sie unzufrieden werden oder vor einer wichtigen Entscheidung stehen.


Vorher laufen viele Jahre auf Autopilot.


Man orientiert sich an Erwartungen von außen, an Karrierewegen anderer Menschen oder an dem, was vermeintlich vernünftig erscheint.


Erst wenn eine Veränderung ansteht, wird deutlich, dass man die eigenen Spielregeln gar nicht richtig kennt.


Eine Übung, die Dir mehr Klarheit geben kann


Wenn Du gerade über einen Jobwechsel oder eine berufliche Neuorientierung nachdenkst, kann Dir diese einfache Übung helfen.


1. Was hättest Du alles gerne?


Schreibe Dir alles auf, was Dir wichtig ist im Job.

Jedes Element kommt auf einen eigenen Zettel.

Im ersten Schritt ist es ein totales Wünsch-Dir-Was.

Also wunder Dich nicht, wenn am Ende eine Menge Zettel vor Dir liegen.


2. Erstelle ein Ranking Deiner Prioritäten


Das war der einfache Teil. Jetzt wird es etwas herausfordernder.


Leg Deine Zettel vor Dir aus und sortiere sie dabei nach Priorität.


Die wichtigsten kommen ganz nach oben.

Die unwichtigeren weiter nach unten.


So erhältst Du mehr Klarheit über Deine Prioritäten.



3. Challenge Dein Ergebnis


Am Schluss hast Du wahrscheinlich ein Ergebnis vor Dir liegen, bei dem Du Dir noch nicht ganz sicher bist.

Vielleicht liegen auch noch mehr Zettel auf derselben Höhe.

Hier hilft es, Dich an konkrete Situationen aus Deiner Vergangenheit zu erinnern.

In welcher Situation musstest Du Dich zwischen A und B entscheiden?

Wie hat sich das angefühlt?

Musstest Du auf einen Wert schon einmal verzichten?

Wie sehr hat er Dir gefehlt? ...


Klarheit entsteht selten durch Abwarten


Viele Menschen warten darauf, dass Ihr nächster Schritt sich ihnen zeigt.

Doch Klarheit entsteht meist nicht durch noch mehr Abwarten.


Sondern durch Reflexion, Gespräche und neue Perspektiven.

Deshalb beginnen wir in meinen Coachings häufig nicht mit dem Lebenslauf oder der Bewerbungsstrategie.


Sondern mit einer viel grundsätzlicheren Frage:

Worauf kommt es Dir wirklich an?


Denn erst wenn Du diese Antwort kennst, kannst Du entscheiden, welcher Weg tatsächlich zu Dir passt.


Und manchmal reicht dafür schon ein einziges Gespräch.

Fazit


Die perfekte Stelle existiert selten.

Aber ein Job, der zu Deinen wichtigsten Prioritäten passt, kann Dich sehr glücklich machen.


Deshalb versuche nicht, alles gleichzeitig zu bekommen.


Finde stattdessen heraus, was für Dich wirklich zählt.


Denn genau dort beginnt eine berufliche Entscheidung, die sich langfristig richtig anfühlt.




Wer schreibt hier?


Rund 57.342 Stunden unseres Lebens verbringen wir im Job. Er sollte also besser wirklich zu uns passen.


Ich bin Tamara. Dein Jobcoach.


Mit meiner langjährigen Erfahrung im HR und als Coach unterstütze ich Dir auf Deinem Weg zum Traumjob. Egal ob es eine bessere Version Deines bestehenden Jobs ist, etwas ganz Neues, oder ein Jobmix, mit dem Du alle Deine Stärken ausleben kannst.


Du willst mehr erfahren? Lass uns kennenlernen!

 
 
 

Kommentare


B. aus Salzburg (1:1-Coaching)

"Tamara hat mich in einer beruflich schwierigen Phase mit ihrem Coaching und ihrer emphatischen Art hervorragend unterstützt. Man spürt von Beginn an, dass sie ihr Handwerk versteht: Jede Frage sitzt; ihr Feedback ist offen und klar und regt zur Selbstreflektion an. Mit den Erkenntnissen und Tamaras Denkanstößen konnte ich anstehende Entscheidungen mit deutlich mehr Klarheit und Zuversicht angehen."
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