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Kein Purpose? Warum genau das 2026 Dein persönlicher Karrierevorsprung sein kann

  • 30. Mai
  • 4 Min. Lesezeit


„Finde Deine Berufung.“

„Entdecke Deinen Purpose.“

„Mach das, wofür Du geboren wurdest.“


Wenn Du Dich mit beruflicher Neuorientierung beschäftigst, bist Du diesen Botschaften wahrscheinlich schon unzählige Male begegnet. Und ganz ehrlich? Ich halte sie für ziemlich problematisch.


Denn wie absurd ist eigentlich die Vorstellung, dass unser gesamtes Dasein an eine einzige Stellenbeschreibung geknüpft sein soll?


Genau das vermittelt die Purpose-Industrie jedoch häufig: Es gibt diesen einen perfekten Job, diese eine wahre Berufung, die nur darauf wartet, von Dir entdeckt zu werden. Und wenn Du sie gefunden hast, lösen sich alle beruflichen Zweifel in Luft auf.


Die Realität sieht anders aus.


Warum die Suche nach dem einen Purpose Dich unnötig einschränkt


Versteh mich nicht falsch: Ich bin als Jobcoach absolut gegen Beliebigkeit bei der Berufswahl.


Es geht nicht darum, irgendeinen Job anzunehmen oder wahllos den nächsten Karriereschritt zu machen.


Aber es geht auch nicht darum, sich an eine einzige Berufsidentität zu klammern.


Denn genau das kann in einer Arbeitswelt, die sich ständig verändert, schnell zum Problem werden.


Stell Dir vor, Du definierst Dich ausschließlich über einen bestimmten Jobtitel. Und plötzlich gibt es in diesem Bereich kaum noch Stellen. Vielleicht verändert sich der Markt. Vielleicht werden Aufgaben automatisiert. Vielleicht verschieben sich die Anforderungen.


Genau das ist die Realität, die 2026 viele erleben.


Wenn Deine gesamte berufliche Identität an diesem einen Titel hängt, wird jede Veränderung zur Krise.


Wer dagegen flexibel denkt, erkennt Chancen, wo andere nur Hindernisse sehen.


Der Arbeitsmarkt belohnt heute Anpassungsfähigkeit


Vor einigen Jahren war es oft normal, Jahrzehnte im gleichen Beruf zu bleiben.


Heute wechseln viele Menschen mehrfach ihre Rolle, ihre Branche oder sogar ihr gesamtes Berufsfeld.


Nicht, weil sie sprunghaft sind.


Sondern weil die Arbeitswelt dynamischer geworden ist.


Deshalb beobachte ich bei meinen Klienten immer wieder einen entscheidenden Unterschied:

Diejenigen, die sich ausschließlich über einen Beruf definieren, geraten schneller unter Druck.

Diejenigen, die ihre Fähigkeiten, Stärken und Interessen in den Mittelpunkt stellen, entdecken deutlich mehr Möglichkeiten.


Sie fragen nicht:

Welcher Job ist meine Berufung?

Sondern:

Wo kann ich meine Stärken sinnvoll einsetzen?


Und genau diese Frage eröffnet oft völlig neue Perspektiven.


Schau nicht nur nach vorne – schau auch nach links und rechts


Wenn unter Deinem aktuellen Jobtitel nur wenige Stellen ausgeschrieben sind, bedeutet das nicht automatisch, dass es keine passenden Möglichkeiten gibt.


Oft lohnt sich der Blick nach links und rechts.


Welche angrenzenden Rollen gibt es?

Welche Branchen suchen ähnliche Kompetenzen?

Welche Aufgaben machen Dir besonders Spaß – unabhängig vom Titel?


Viele Menschen unterschätzen, wie übertragbar ihre Erfahrungen tatsächlich sind.


Eine Projektmanagerin muss nicht zwingend Projektmanagerin bleiben.

Ein HR-Experte kann auch im Change Management, Recruiting, Learning & Development oder Employer Branding erfolgreich sein.

Eine Wissenschaftlerin bringt häufig Fähigkeiten mit, die auch in der Beratung, im Produktmanagement oder der Strategie gefragt sind.


Die spannende Frage lautet deshalb nicht:

Welcher Job passt zu meinem Lebenslauf?


Sondern:

Welche Möglichkeiten passen zu mir?


Die Kunst liegt darin, die richtigen Optionen zu erkennen


Natürlich bedeutet mehr Auswahl nicht automatisch mehr Klarheit.


Der entscheidende Punkt ist, die Möglichkeiten zu identifizieren, die wirklich zu Dir passen.


Zu Deinen Stärken.

Zu Deinen Werten.

Zu Deinem Lebensmodell.

Zu dem Leben, das Du führen möchtest.


Denn ein Job kann auf dem Papier perfekt aussehen und trotzdem nicht zu Deinem Alltag passen.


Genau deshalb halte ich wenig von standardisierten Berufungstests oder starren Purpose-Modellen.


Sie berücksichtigen oft nicht die Faktoren, die langfristig über Zufriedenheit entscheiden:

→ Wie möchtest Du arbeiten?

→ Wie viel Flexibilität brauchst Du?

→ Welche Rahmenbedingungen sind Dir wichtig?

→ Welche Aufgaben geben Dir Energie?

→ Was möchtest Du in Deinem Leben außerhalb der Arbeit ermöglichen?


Warum Du Dich auch in schwierigen Zeiten neu erfinden kannst


Gerade in wirtschaftlich anspruchsvollen Phasen zeigt sich, wie wertvoll diese Denkweise ist.


Wenn Unternehmen Stellen abbauen oder bestimmte Berufsbilder weniger gefragt sind, geraten Menschen mit einem sehr engen Berufsverständnis oft unter Druck.


Wer dagegen gelernt hat, seine Fähigkeiten flexibel einzusetzen, findet häufig schneller neue Wege.


Nicht, weil er beliebig ist.


Sondern weil er verstanden hat, dass sein Wert nicht an einem Jobtitel hängt.

er hängt an seinen Kompetenzen.

An seiner Erfahrung.

An seiner Persönlichkeit.


Und genau diese Dinge bleiben bestehen – auch wenn sich der Arbeitsmarkt verändert.


Fazit: Vielleicht brauchst Du gar keinen Purpose


Vielleicht musst Du nicht die eine große Berufung finden.

Vielleicht musst Du nicht herausfinden, wofür Du „gemacht“ bist.


Vielleicht reicht es völlig aus, zu verstehen:

Du hast verschiedene Interessen.

Mehrere Stärken.

Unterschiedliche Möglichkeiten.

Und genau darin liegt Dein Vorteil.


Denn wer sich nicht an einen einzigen Purpose klammert, hat oft etwas viel Wertvolleres:

Die Freiheit, neue Wege zu entdecken.

Sich immer wieder weiterzuentwickeln.

Und sich selbst dabei treu zu bleiben.


Wenn Du gerade das Gefühl hast, beruflich festzustecken, lohnt es sich deshalb vielleicht nicht, noch länger nach Deiner Berufung zu suchen.


Sondern nach den Möglichkeiten, die bereits direkt neben Dir liegen.


Du möchtest herausfinden, welche beruflichen Optionen wirklich zu Deinen Stärken und Deinem Lebensmodell passen? Dann informiere Dich über mein Neuorientierungscoaching oder vereinbare ein kostenloses Erstgespräch. Gemeinsam entwickeln wir Karrierewege, die nicht nur auf dem Papier gut aussehen, sondern auch zu Deinem Leben passen.




Wer schreibt hier?


Rund 57.342 Stunden unseres Lebens verbringen wir im Job. Er sollte also besser wirklich zu uns passen.


Ich bin Tamara. Dein Jobcoach.


Mit meiner langjährigen Erfahrung im HR und als Coach unterstütze ich Dir auf Deinem Weg zum Traumjob. Egal ob es eine bessere Version Deines bestehenden Jobs ist, etwas ganz Neues, oder ein Jobmix, mit dem Du alle Deine Stärken ausleben kannst.


Du willst mehr erfahren? Lass uns kennenlernen!

 
 
 

Kommentare


B. aus Salzburg (1:1-Coaching)

"Tamara hat mich in einer beruflich schwierigen Phase mit ihrem Coaching und ihrer emphatischen Art hervorragend unterstützt. Man spürt von Beginn an, dass sie ihr Handwerk versteht: Jede Frage sitzt; ihr Feedback ist offen und klar und regt zur Selbstreflektion an. Mit den Erkenntnissen und Tamaras Denkanstößen konnte ich anstehende Entscheidungen mit deutlich mehr Klarheit und Zuversicht angehen."
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