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Frust im Job 2026: Warum Jobcrafting jetzt wichtiger ist denn je – und wie Du es konkret nutzen kannst

  • 2. Feb.
  • 3 Min. Lesezeit
Foto von Ron Lach
Foto von Ron Lach

2026 ist kein Jahr wie jedes andere. Die Stimmung in vielen Unternehmen ist angespannt. Wer im Büro genau hinhört, merkt: Da ist etwas gekippt. Kolleginnen ziehen sich zurück, Teammeetings fühlen sich zäh an, und selbst die berühmten „Goodies“ – Obstkorb, Homeoffice, Weiterbildung – werden nach und nach gestrichen. Gleichzeitig wächst der Druck. Mehr Aufgaben, weniger Ressourcen.


Wer daraufhin beschließt sich am Jobmarkt umzusehen mehrt schnell: Die Spielregeln auf dem Arbeitsmarkt haben sich verschoben. Und je nach Branche ist die Konkurrenz um attraktive Stellen groß.


Ein frustrierender Cocktail. Aber einer, dem Du nicht hilflos ausgeliefert bist. Genau deshalb ist Jobcrafting 2026 nicht nur ein netter Impuls aus der Coaching-Ecke – es ist eine essenzielle Überlebensstrategie im modernen Arbeitsleben.



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Was ist Jobcrafting überhaupt?


Jobcrafting bedeutet: Du gestaltest Deine aktuelle Stelle aktiv so um, dass sie besser zu Dir passt. Ohne direkt den Job zu wechseln – sondern innerhalb Deiner bestehenden Rolle.


Der Begriff kommt ursprünglich aus der Organisationspsychologie und beschreibt drei Hebel:


  1. Task Crafting – Du änderst Aufgaben, nimmst neue hinzu oder gibst welche ab.

  2. Relational Crafting – Du gestaltest die Beziehungen zu Kolleginnen und Kollegen neu.

  3. Cognitive Crafting – Du veränderst die Sichtweise auf Deine Arbeit und gibst ihr neuen Sinn.


Jobcrafting heißt also nicht, alles über Bord zu werfen – sondern das Beste aus dem zu machen, was bereits da ist. Strategisch und in kleinen, machbaren Schritten.


Warum Du es genau jetzt bei Frust im Job nutzen solltest


Jobcrafting ist in ruhigen Zeiten schon sinnvoll – aber in herausfordernden Zeiten wird es zur Schlüsselkompetenz. Denn:

  • Mehr Druck führt schnell zu mehr Frust: Viele Unternehmen reduzieren ihre Belegschaft, die Aufgaben werden auf weniger Köpfe verteilt. Umso wichtiger ist es, dass die Arbeit selbst erfüllender wird.

  • Der Wechsel ist schwieriger geworden: In vielen Branchen sind Wunschjobs rar. Wer jetzt nicht direkt wechseln kann, sollte zumindest im bestehenden Job das Steuer übernehmen.

  • Frust ist ansteckend: Wenn die Stimmung im Team kippt, kann es leicht passieren, dass man selbst mitgezogen wird. Umso wichtiger ist es, sich wieder aktiv mit der eigenen Rolle zu verbinden – und sie selbst zu gestalten.


Ein konkretes Beispiel: Carolin, Projektmanagerin im Konzern


Carolin arbeitet seit acht Jahren in einem großen Unternehmen. Früher war sie begeistert von der Dynamik, den Möglichkeiten und dem Teamspirit. Heute? Ihr Kalender ist voll mit endlosen Abstimmungen, kreative Aufgaben landen immer bei anderen, und sie fragt sich, ob das jetzt wirklich alles war.


Ein Wechsel? Schwierig – in ihrer Branche gibt es gerade kaum offene Stellen, die zu ihrem Level und Gehalt passen. Also entscheidet sie sich für einen anderen Weg: Jobcrafting.


  1. Task Crafting: Sie spricht mit ihrer Führungskraft darüber, ein internes Innovationsprojekt zu übernehmen, das bisher nur nebenher lief. Ihre Idee: das Projekt offiziell als Teil ihrer Rolle definieren – mit Zeitbudget und Verantwortung.

  2. Relational Crafting: Sie sucht sich zwei Kolleginnen, mit denen sie sich regelmäßig zum Austausch über neue Arbeitsmethoden trifft. Die Gespräche bringen frischen Wind – und motivieren sie mehr als jede Teamrunde.

  3. Cognitive Crafting: Statt sich als Rädchen im Getriebe zu sehen, erinnert sie sich daran, wie sehr ihr strategisches Denken schon mehrfach zu echten Lösungen beigetragen hat. Sie beginnt, ihre Rolle als „interne Wegbereiterin“ zu sehen – nicht als Verwalterin.


Nach sechs Monaten merkt Carolin: Ihr Job ist derselbe. Und doch fühlt sich vieles anders an. Sie hat wieder Gestaltungsfreiheit, Austausch – und einen neuen Sinn in dem, was sie tut.


Wie kannst Du starten?


➤ Starte mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme: Was gibt Dir Energie – und was raubt sie Dir?

➤ Überlege, welche Aufgabe Du gerne mehr machen würdest – und was Du dafür loslassen könntest.

➤ Führe Mini-Experimente durch: Teste neue Aufgaben, Routinen oder Perspektiven. Klein anfangen ist völlig okay.

➤ Hol Dir Verbündete: Auch Jobcrafting ist leichter im Team.


Jobcrafting ist kein Allheilmittel gegen Frust im Job. Aber es ist ein mächtiges Werkzeug – gerade in Zeiten, in denen vieles nicht in Deiner Hand liegt. Die gute Nachricht: Deine Motivation, Dein Handlungsspielraum und Deine Perspektive – die gehören immer noch Dir.


Du möchtest wissen, wie Deine persönliche Jobcrafting-Strategie aussehen kann?



Wer schreibt hier?


Rund 57.342 Stunden unseres Lebens verbringen wir im Job. Er sollte also besser wirklich zu uns passen.


Ich bin Tamara. Dein Jobcoach.


Mit meiner langjährigen Erfahrung im HR und als Coach unterstütze ich Dir auf Deinem Weg zum Traumjob. Egal ob es eine bessere Version Deines bestehenden Jobs ist, etwas ganz Neues, oder ein Jobmix, mit dem Du alle Deine Stärken ausleben kannst.


Du willst mehr erfahren? Lass uns kennenlernen!

 
 
 

Kommentare


B. aus Salzburg (1:1-Coaching)

"Tamara hat mich in einer beruflich schwierigen Phase mit ihrem Coaching und ihrer emphatischen Art hervorragend unterstützt. Man spürt von Beginn an, dass sie ihr Handwerk versteht: Jede Frage sitzt; ihr Feedback ist offen und klar und regt zur Selbstreflektion an. Mit den Erkenntnissen und Tamaras Denkanstößen konnte ich anstehende Entscheidungen mit deutlich mehr Klarheit und Zuversicht angehen."
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