2025 noch Hobbys im Lebenslauf? So machst du es richtig
- tamaraschopka
- 2. März 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 12. März 2025
Reisen. Lesen. Sport.
Ich würde schätzen, in 80% der Lebensläufe, die ich sehe, werden genau diese Hobbys angegeben.
Und das ist wenig überraschend. Die Meisten von uns haben es so in der Schule gelernt: Personaler leiten aus Deinen Hobbys ab, was Du für ein Mensch bist. Also schreib was Intellektuelles rein (Lesen), etwas Interessantes (Reisen) und eine Teamsportart, die zeigt, wie toll Du mit anderen zusammenarbeitest.
Nur, gilt das 2025 wirklich immer noch?

Niemand muss Hobbys im Lebenslauf angeben
Egal, was Dein Lehrer damals behauptet hat: Keiner ist dazu verpflichtet, Hobbys im Lebenslauf anzugeben. Rechtlich schon gar nicht, aber mir ist auch noch kein Unternehmen untergekommen, das darauf bestehen würde. Oder Bewerbungen ohne Hobbys kritisch betrachtet.
Wenn Dein Lebenslauf also schon sehr umfangreich ist oder Dir nichts einfällt, was Du als Hobby angeben möchtest, kannst Du sie ohne schlechtes Gewissen weglassen.
Es gibt nur 2 gute Gründe, um Hobbys im Lebenslauf anzugeben.
Gründe für Hobbys im CV

1. Du hast Dir durch Dein Hobby relevante Skills erworben
Wenn Du durch Dein Hobby Fähigkeiten erworben hast, die für den Job relevant sind, solltest Du das unbedingt erwähnen. Hier einige Beispiele:
Programmierer: Du hast Dir in der Freizeit neue Programmiersprachen beigebracht? Rein damit!
Assistenz: Du managst ehrenamtlich einen Verein? Das zeigt Organisationstalent und Verantwortung.
Marketing: Du betreibst nebenbei einen erfolgreichen Blog oder einen Social-Media-Account? Perfekt!
Bei diesen Beispielen kannst Du sogar überlegen, ob Du sie noch prominenter im Lebenslauf platzieren willst.
2. Dein Hobby gibt Einblick in Deine Persönlichkeit
Menschen stellen Menschen ein. Es werden also nicht nur Aufgabenerlediger gesucht, sondern künftige Kollegen. Und um zu wissen, mit wem man es zu tun hat, können Hobbys ein weiterer Baustein sein, die das Gesamtbild Deiner Persönlichkeit abrunden.
Wenn Du Hobbys im Lebenslauf angibst, mach es konkret
Damit Hobbys im Lebenslauf einen Mehrwert bringen, müssen sie so konkret wie möglich formuliert sein. Mein Beispiel (Reisen, Sport, Lesen) bringt niemandem etwas. Dann lass es lieber weg.
Wenn Du sie erwähnen möchtest, gib Deinem Gegenüber stattdessen einen kurzen Hinweis, was er sich unter Deinen Hobbys vorstellen kann, also z.B.
Wanderreisen (Alpenüberquerung 2024)
Volleyball (seit 10 Jahren Trainer der örtlichen Kindermannschaft)
Lesen (politische Autobiografien)
Das sind nur wenige Wörter mehr, die es aber gleich viel anschaulicher machen. So findet Dein Gegenüber im besten Fall gleich ein Small-Talk-Thema für das erste Kennenlernen.
Mir ist auch ein Bewerber im Kopf geblieben, der „Gin Tonics für meine zukünftigen Kollegen mixen“ als Hobby angegeben hat. Wenn es zur Unternehmenskultur passt und auch insgesamt zum Ton der Bewerbung – warum nicht?

Halte Dich kurz
Auch wenn Du Dich dafür entscheidest, konkrete Hobbys anzugeben, denk daran, Dich kurz zu halten. Die Hobbys können Dein Profil nur abrunden, sie sind aber nicht Deine Eintrittskarte in den Job.
Das gleiche gilt für die Anzahl der Hobbys. Beschränke Dich auf die wichtigsten drei. Schließlich willst Du Deinem künftigen Arbeitgeber nicht den Eindruck vermitteln, Du hättest gar keine Zeit für den Job.
Du hast Deine Bewerbungsunterlagen fertig und wünscht Dir professionelles Feedback dazu? Dann schau Dir einmal meinen 24h-Bewerbungscheck an.