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Welche Rolle der Faktor Zeit in Bewerbungen spielt - und warum Du Absagen nicht persönlich nehmen solltest

Aktualisiert: 18. Mai 2025

"Die Absage hat überhaupt nichts mit Ihnen zu tun."


Diese Aussage hast Du so oder so ähnlich vielleicht auch schon mal von einem Recruiter gehört. Wenn es überhaupt eine persönlich Absage gab.


Das Problem? Oft fällt es schwer, das zu glauben. Und genau das macht Absagen oft so schmerzhaft.



Doch auch wenn es im ersten Moment wie eine fade Ausrede klingt: In den allermeisten Fällen ist das die Wahrheit.


Denn auch wenn wir uns noch so gut vorbereiten, einen maßgeschneiderten Lebenslauf einreichen oder im Gespräch glänzen: Es gibt Faktoren im Hintergrund, die wir schlicht nicht beeinflussen können. Einer davon ist: Zeit.


Der Faktor Zeit in Bewerbungen


Damit Du die nächste Absage besser einordnen kannst, sind hier drei Beispiele aus der Recruiterperspektive, die zeigen, warum Timing manchmal mehr entscheidet als Qualifikation:


  1. Die Entscheidung ist längst gefallen.


    Du bewirbst Dich auf eine Stelle, aber intern sind bereits Gespräche gelaufen und man hat man sich bereits auf eine andere Person geeinigt. Deine Bewerbung ist formal noch im Rennen, aber realistisch betrachtet nur noch ein Backup. Das passiert öfter als man denkt. Denn solange der andere Kandidat nicht unterschrieben hat, nimmt kein Unternehmen die teuren Stellenanzeigen offline.


  2. Dein Mitbewerber kann sofort starten. 


    Du bringst alle Voraussetzungen mit und auch Deine Kündigungsfrist von 3 Monaten liegt absolut im Rahmen. Nur: Das Unternehmen hat einen sehr dringenden Bedarf und eine andere gute Kandidatin kann sofort starten. Wer bekommt wohl den Zuschlag?


    Grundsätzlich gilt natürlich: Qualität vor Verfügbarkeit. Sind zwei Kandidaten jedoch ähnlich geeignet, kann das Eintrittsdatum den Ausschlag geben.


  3. Nach Deinem Gespräch ändert sich die Lage. 


    Du hattest ein richtig gutes Vorstellungsgespräch und hast gespürt: Es passt einfach. Zwei Tage später bekommst Du die Absage. Was Du nicht weißt: Nach Eurem Gespräch hat die Führungskraft von der Schwangerschaft seiner Mitarbeiterin erfahren. Und statt der ursprünglichen Juniorposition als Ergänzung braucht es nun plötzlich einen Senior, der die Aufgaben alleine stemmen kann.


    Dass Anforderungsprofile sich im Prozess noch ändern, passiert relativ häufig, gerade in kleineren Unternehmen. Da es hier kaum interne Vertretungsmöglichkeiten gibt, kann jede personelle Änderung das Suchprofil beeinflussen.


Auch die Unternehmen sind hier in der Bringschuld


All diese Dinge liegen nicht in Deiner Hand. Sondern auf der Seite der Unternehmen.


Was diese hier tun können: Transparent sein. Absagen begründen. Und die Situation offenlegen.


Nur: All diese Dinge hast Du nicht in der Hand.


Für Dich heißt das: Auch wenn's schwerfällt, nimm Absagen nicht persönlich


Diese Beispiele zeigen: Eine Absage bedeutet nicht automatisch, dass Du etwas falsch gemacht hast. Vielleicht warst Du sogar die Wunschkandidatin – aber eben zum falschen Zeitpunkt.


Natürlich ist das frustrierend. Besonders, wenn Du viel Herzblut in Deine Bewerbung gesteckt hast. Und trotzdem zeigen Dir diese Beispiele hoffentlich: Es hat ganz oft wirklich nichts mir Dir zu tun.


Und der Faktor Zeit ist nur einer von Vielen. Die Liste könnte ich noch endlos ergänzen.


Also Kopf in den Sand und auf das reine Bewerbungsglück hoffen?


Auf gar keinen Fall! Auch wenn der Faktor Zeit in Bewerbungen eine große Rolle spielt, solltest Du Dich davon nicht entmutigen lassen. Schließlich kann Dir anders herum die Zeit auch einmal in die Karten spielen.


Es lohnt sich, diesen Gedanken zu verinnerlichen: Du kannst nur Deinen Teil des Prozesses gestalten.


Und das solltest Du auch tun, um selbst in einem schwierigeren Arbeitsmarkt Deine Chancen zu erhöhen. Und zwar richtig.


Was das konkret heißt:


  • Bereite Dich gut vor. Eine klare Positionierung, ein überzeugendes Profil, gute Beispiele – all das hilft, in den Prozess zu kommen und zu überzeugen.

  • Bleib in Bewegung. Bewirb Dich nicht nur auf eine Stelle und warte ab, sondern halte mehrere Optionen offen. Das reduziert den Druck und erhöht die Chancen.

  • Pflege Deine Kontakte. Auch wenn es bei einer Stelle nicht klappt: Hinterlasse einen positiven Eindruck. Ich habe es schon erlebt, dass Kandidatinnen ein halbes Jahr später für eine andere Position erneut angefragt wurden.


Je besser Du Deinen Teil des Prozesses gestaltest, desto wahrscheinlicher wird es, dass der richtige Zeitpunkt kommt – und es dann auch klappt.


Wenn Du dabei Unterstützung brauchst – etwa bei Deiner Positionierung, einem Bewerbungscheck oder der Vorbereitung aufs nächste Gespräch – melde Dich gern. Ich begleite Dich auf dem Weg zu Deinem Traumjob.



Wer schreibt hier?


Rund 57.342 Stunden unseres Lebens verbringen wir im Job. Er sollte also besser wirklich zu uns passen.


Ich bin Tamara. Dein Jobcoach.


Mit meiner langjährigen Erfahrung im HR und als Coach unterstütze ich Dir auf Deinem Weg zum Traumjob. Egal ob es eine bessere Version Deines bestehenden Jobs ist, etwas ganz Neues, oder ein Jobmix, mit dem Du alle Deine Stärken ausleben kannst.


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